Schwimmende Reißzwecken

Warum können kleine Wasserläufer über die Wasseroberfläche laufen, wir Menschen aber nicht? Mit diesem Versuch kannst du beginnen, dieses Phänomen zu erforschen.

Alter: ab 7 Jahre
Personen: zwei Kinder + ein Erwachsener
Schwierigkeitsgrad: schwieriger

Du brauchst:

-    eine ausreichend große, ca. 5 cm hohe Plastikschale (zum Beispiel ein Eistopf)
-    ein Abtrockentuch
-    Reißzwecken mit flachem Reißzweckenkopf (Achtung: An Reißzwecken kann man sich verletzen – benutze sie mit Vorsicht oder mit deinen Eltern gemeinsam!)
-    Büroklammern
-    eventuell eine Lupe

Der Versuch:

Lege mehrere Reißzwecken bereit – am besten eignen sich solche mit flachem, nicht gebogenem Kopf. Außerdem benötigst du ein Abtrockentuch, weil du die ReißzSo setzt du die Reisszwecke auf.wecken am besten mit trockenen Fingern anfasst. Papiertücher sind nicht so gut geeignet, weil sie schnell zerfasern.

Nun fülle deine Schale mit Wasser. Wie würdest du die Reißzwecken auf die Wasseroberfläche auflegen? Unsere Idee: Fasse die Reißzwecken am Dorn an und lege sie vorsichtig auf das Wasser.

Das passiert:

Nach einigen Versuchen wird eine Reißzwecke schwimmen! Dabei ist besonders gut mit einer Lupe zu beobachten, dass ihr Gewicht die Wasseroberfläche eindellt. Es entsteht ein kleines Gefälle und nahe beieinander liegende Reißzwecken stoßen bald aneinander und bilden „Reißzweckeninseln“. Ist die Belastung der „Wasserhaut“ an dieser Stelle zu hoch, versinken alle Reißzwecken. Übrigens lassen sich verschiedene Reißzweckentypen unterschiedlich gut auf die Wasseroberfläche auflegen. Am Ende des Versuchs kannst du etwas verdünntes Spülmittel vorsichtig auf die Oberfläche träufeln – die Reißzwecken sinken herab und lassen sich nicht mehr auflegen!

Die Lösung:

In diesem Versuch nutzt du aus, dass sich die Wasserteilchen aneinander festhalten, so dass eine Art "Wasserhaut" entsteht. Der Zusammenhalt der Wasserteilchen passiert zwar überall im Wasser, ist aber an der Oberfläche besonders gut zu sehen. Die „Wasserhaut“ kann auch Dinge tragen, die etwas schwerer sind als Wasser. Dazu musst du die Gegenstände aber vorsichtig auflegen; ansonsten "reißt" die Wasserhaut und die Reißzwecken gehen unter. Das Spülmittel drängt sich zwischen die Wasserteilchen, die sich deshalb nicht mehr so gut aneinander festhalten können. Die „Wasserhaut“ wird so zerstört und die aufgelegten Reißzwecken sinken!
Statt „Wasserhaut“ spricht man wissenschaftlich korrekter von der Oberflächenspannung des Wassers. Die schwimmenden Reißzwecken sehen ja auch ein bisschen so aus als lägen sie auf einem gespannten Sprungtuch!

Übrigens:

Der Versuch wurde den Wonx gezeigt vom „Haus der kleinen Forscher“.

Das „Haus der kleinen Forscher“ will bei Kindern Begeisterung für Naturwissenschaften wecken. Dafür können Erzieher beim „Haus der kleinen Forscher“ Experimente kennen lernen und Kurse besuchen. Dort lernen sie, wie viel Spaß Naturwissenschaften und Technik machen und das zeigen sie dann den Kindern im Kindergarten.

Das „Haus der kleinen Forscher“ gibt es mittlerweile in ganz Deutschland – es ist also nicht nur ein Haus. Wenn du oder deine Eltern mehr darüber erfahren möchtest, kannst die Webseite www.haus-der-kleinen-forscher.de angucken. In Oldenburg gibt es mittlerweile auch ein Haus. Das kannst du hier und unter dem Link www.forscherbambini.de kennen lernen.
Kalle Wonx
Fragen?
Hast du etwas nicht verstanden oder klappt es nicht richtig, dann schreibe den Wonx.